Bittersüßer Nachtschatten
(Solanum Dulcamara)
Regionaler Bio-Anbau statt Wildsammlung
Der Bittersüße Nachtschatten ist als Wildpflanze bekannt. Da Wildpflanzensammlungen nicht unserer Philosophie entsprechen, ließen wir diese Pflanze von einem unserer Vertragslandwirten, mit dem wir seit über 30 Jahren zusammenarbeiten, kultivieren und anbauen. Das geschieht keine 70 km Luftlinie von unserem Standort in Bad Waldsee, nämlich im Ostallgäu. So bleiben die Transportwege sehr kurz und die eigene Region wird unterstützt. Seit 2025 wird der Bittersüße Nachtschatten für uns in Bio-Qualität angebaut.
Anspruchsvolle Kultivierung & Handernte
Die Anzucht der Jungpflanzen gestaltet sich als schwierig und erfordert viel Know-how. Abgesehen von einem Kartoffelkäferbefall, der den Bittersüßen Nachtschatten noch mehr liebt als Kartoffeln, ist die Anzucht somit die größte Herausforderung. Die Jungpflanzen werden im Frühjahr auf das derzeit 0,5 ha große Feld ausgebracht. Dort wachsen sie über 2 Sommer und die Triebe werden im 2. Herbst, wenn die Blätter und Früchte abgefallen sind, von Hand geerntet. Nach der Trocknung der sehr holzigen Triebe werden sie gehäckselt, im Anschluss vermahlen und danach direkt zu uns nach Bad Waldsee transportiert, wo sie im Produkt DermaCheval® Pellets in einem Anteil von 20 % verarbeitet werden.
Der Anbau in Bio-Qualität bringt seine Herausforderungen mit sich, weshalb dabei Bändchengewebe zum Einsatz kommt. Das unterdrückt einerseits Unkraut, andererseits schützt es die insbesondere am Anfang sensible Pflanze gleichzeitig vor Austrocknung und erleichtert den Erntevorgang.
Der Bittersüße Nachtschatten – „pflanzliches Kortison“ von innen
Der Bittersüße Nachtschatten ist für seine kortisonähnliche Wirkung bei innerlicher Anwendung bekannt. Dabei kommt es auf die verwendeten Pflanzenteile und die Dosierung an. In der Medizin werden die Stängel der Pflanze verwendet, die reich an bedeutsamen Inhaltsstoffen wie Gerbstoffe, Saponine und Steroidalkaloide sind. In der richtigen Dosierung entfalten sie ihre positiven Eigenschaften. Dazu gehören neben der stoffwechselumstimmenden auch die kortisonähnlich entzündungshemmende und juckreizlindernde Wirkungen (1). Das geschieht ohne die typischen Nebenwirkungen von Cortison, da die Heilpflanze ihre Eigenschaften über andere Wege entfaltet.
Rechtzeitig im Jahr unterstützt – mit weniger Juckreiz durch die Saison
Da es sich beim Sommerekzem um ein multifaktorielles Geschehen handelt, ist eine frühzeitige Unterstützung von innen (ab Anfang März) eine gute Basis für den Start in die Mückensaison. Bei Bedarf sollte dann zusätzlich von außen unterstützt werden. Beides schonend und wirkungsvoll.
Regionaler Bio-Anbau statt Wildsammlung